Franca (Feines Tier)

Franca (Feines Tier) / credits: Micha Artico

Franca (Feines Tier) / credits: Micha Artico

Ausgerechnet Francas Schulbusfahrer brachte sie 1996 zur elektronischen Musik und dazu, ihre ersten Vinylscheiben zu kaufen – mit gerade einmal zehn Jahren. In diesem Alter vergeht die Zeit langsam, Vorlieben ändern sich rasant. Daher dauerte es weitere sechs Jahre und verschiedenste Hip Hop, Rock- und Reggae-Phasen, bis sie endgültig ihre Liebe für Techno entdeckte. 2006 nach Köln gezogen, legte sie sich binnen kürzester Zeit eine eigene Ausrüstung zu, stockte ihre Plattensammlung kräftig auf und begann, in den Bars und Clubs der rheinischen Metropole aufzulegen.

Stille Meditation – das ist der erste Eindruck von Franca in Aktion. Aber das täuscht, denn sie lächelt dabei nach Innen. Jeder Zuhörer ist innerhalb von Sekunden von ihrem tiefen Verständnis für Rhythmus und Bewegung gefangen, die Energie ihrer Sets macht süchtig. Sie weiß um die Kraft der Stille, gepaart mit der Sehnsucht nach Ekstase, was auch in der Zusammenstellung der einzelnen Stücke nachwirkt. Jeder einzelne Track ihrer ausschließlich aus Vinyl bestehenden Sammlung steigert das Verlangen, mehr und mehr zu tanzen.

Franka erreicht jede Party-Crowd: sie bewegt sich mit ihrem Publikum, saugt die Stimmungen auf und ist ihren Fans immer drei Platten voraus. Sie hat einen gigantischen Wissensschatz, aus dem sie ihre Sets zusammenstellt und ist von einer tiefen Liebe zu Tanz und Musik erfüllt. Beim Auflegen formt sie ein Kunstwerk rund um Atmosphäre und Gefühl, ohne sich dabei unkoordiniert auf neue und trendige Sounds zu stürzen. Sie setzt auf eine bunte Mischung, immer an den Grenzen zwischen HouseTechno entlang, mit einer Spur FunkSoul und vor allem: Humor!

Bei diesen Voraussetzungen ist es wenig verwunderlich, dass Franca’s Fans ihr bei jedem Auftritt zu Füßen liegen. Wenn sie ihren Arm durch die Luft schwingt weiß man wieder, warum man Musik liebt und ständig weiter tanzen will.

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